Sultan-Ahmed-Moschee

1906 wurde von Sultan Ahmed I. der Bau der Sultan-Ahmed-Moschee, in Istanbul, in Auftrag gegeben. Bis 1616, ein Jahr, bevor der Sultan starb, wurde diese vom Schüler Sinans, erbaut. In Europa nennt man sie Blaue Moschee, wegen der Masse an blau-weißen Fliesen, welche die Kuppel und den oberen Teil der Mauer dekorieren. Die Fliesen des unteren Teils der Mauer und der Tribüne sind jedoch kunsthistorisch bedeutsamer, da diese aus der Blütezeit der Iznik-Fayencen stammen und traditionelle Pflanzenmotive, bei welchen Grün- und Blautöne dominieren, zeigen. Die Moschee gehört zu den wenigen islamischen Gotteshäusern der Welt, welches sechs Minaretten, besitzen. Eine Minarette mehr, besitz nur die Hauptmoschee in Mekka, weil diese angefügt wurde, da die Blaue Moschee sechs Stück erhielt. Der Gebetsraum der Sultan-Ahmed-Moschee ist 53 Meter lang und 51 Meter breit, womit dieser fast quadratisch ist. Einen Durchmesser von 23,5 Meter hat die Hauptkuppel und ist 53 Meter hoch. Sie wird getragen von vier Spitzbögen und vier flachen Zwickeln, welche wiederum auf 5 Meter dicken Säulen ruhen. Der Innenraum wird durch 260 Fenster erhellt und die bunten Fenster sind Nachbildungen aus dem 17. Jahrhundert.

Von einer Mauer waren der Hof und die Moschee umgeben, heute steht diese nur noch an der Nordseite und trennt die Moschee von den anderen Gebäuden ab. Damit der Sultan nicht erhobenen Hauptes in die Moschee kam, wurde am oberen Teil des Hofeingangs auf der Westseite, eine Eisenkette angebracht, so das dieser seinen Kopf neigen musste. Anlässlich eines Pastoralbesuches, in der Türkei, am 30. November 2006, betrat Papst Benedikt XVI. das erste mal das islamische Gotteshaus.