Rumeli Hisari

Eine osmanische Festungsanlage auf der europäischen Seite des Bosporus ist die Rumeli Hisari. 1452 wurde sie, unter Mehmed II. , für die Eroberung Konstantinopels errichtet. Mehmed II. war von 1451 bis 1481 Sultan des osmanischen Reiches und mit der Eroberung Konstantinopels, besiegelte er das Ende des byzantinischen Reiches. Er war Vater von fünf Kindern und wurde, neben Osman I. als zweiter Gründer des osmanischen Reiches bezeichnet. Vier Monate bauten 3.000 Osmanen diese Festung, an der hier nur 700 Meter breiten Meerenge. Die Burg diente nach der Eroberung Konstantinopels, im Jahr 1453, als Gefängnis. 250 Meter lang und 125 Meter breit ist die bis zum Bosporus reichende Burgenanlage. Mit bleiernen Spitzdächern waren die drei großen Türme, welche die Namen dreier Wesire tragen, bis 1830 versehen. Auf dem Kamm des Hügels stehen zwei Rundtürme und ein Eckturm am Fluss. Eine Artillerie-Vorburg befindet sich am östlichen Seetor.

1509 wurde die Rumeli Hisari durch ein Erdbeben schwer beschädigt und anlässlich der 500-Jahr Feier, der Eroberung Konstantinopels, 1953 renoviert.
Seit 1959 dient die Festung als Museum. In diesem Museum, welches im Freien ausgestellt wird, werden Kanonen, Kanonenkugeln und Teile einer Kette, welche zum Schutz vor Angriffen bis zum Goldenen Horn gespannt war, gezeigt. Besonders in den Sommermonaten ist sie ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und türkische Familien.
Hat man die dicken Mauern erklommen, bietet sich ein einzigartiger Ausblick auf die Faith Sultan Mehmet Brücke. Konzerte türkischer Musiker werden hier ebenfalls jeden Sommer abgehalten. Die Rumeli Hisari ist für viele Touristen eine Attraktion und kann mit einer Fähre, welche über den Bosporus fährt, leicht erreicht werden.