Leanderturm

In Istanbul, einige hundert Meter vor Üsküdar, auf einer kleinen Insel im Bosporus, liegt der Leanderturm. Er ist ein Leuchtturm aus dem 18. Jahrhundert.

Seinen Namen, Mädchenturm, soll er durch eine Sage von Leander und Hero, erlangt haben, bei welcher Leander jede Nacht zu seiner Geliebten geschwommen ist und bei einem Unwetter ums Leben kam.
Heros Schmerz war so groß gewesen, das sie sich vom Turm stürzte.
Andere wiederum sagen, dass eine Prinzessin in dem Turm durch das Gift einer Schlange ums Leben kam. Der 30 Meter hohe Turm wurde ursprünglich, im 5. Jahrhundert aus Holz gebaut, brannte im Jahr 1721 ab und wurde 1763 durch einen barocken Turm ersetzt.
Im Laufe der Zeit diente er als Zollstation, optischer Telegraf und Alterssitz für Seeoffiziere. Heute fungiert er aber als Leucht- und Signalstation. In der byzantinischen Zeit wurde vom Leanderturm bis nach Konstantinopel eine Kette über den Bosporus gespannt, um bei Angriffen geschützt zu sein. Der fünfstöckige Turm mit einem Zwischengeschoss, ist ein Wahrzeichen für Istanbul geworden.

In den Unteren Stockwerken befinden sich ein Cafe und ein Restaurant, während in den oberen Bereichen man die Möglichkeit besitzt, Souvenirs und Ansichtskarten zu kaufen. Durch diese und viele weitere Attraktionen der Umgebung hat sich die Gegend der Türkei als Mekka für Familienurlaube etabliert.

Von ganz oben aus hat man einen panoramaähnlichen Blick über ganz Istanbul.
Steht man auf der Terrasse, kann man Tanker und Frachtschiffe, welche greifbar nahe vorbei fahren, beobachten. Wenn die Sonne am Leanderturm untergeht, lockt dieser romantische Blick viele Verliebte an die Küste. Der Leanderturm war zugleich auch Drehort für den James Bond Film "Die Welt ist nicht genug", gewesen.
Hinzukomend werden interessante und schöne Bootsausflüge, von Salacak, Ortaköy oder Kabatas, zum Leanderturm angeboten, die sich bei den Touristen in Form von Tagesausflügen, größter Beliebtheit rühmen. Aus diesem Grund ist es ratsam, eine geplante Bootstour vorab zu reservieren.