Kaiser Wilhelm II. Brunnen

Im 19. Jahrhundert wurde zum Gedenken an den Besuch des deutschen Kaiser Wilhelm II. , in Istanbul, ein Brunnen errichtet. Dieser Pavillon ähnliche Brunnen, am nördlichen Ende des Hippodrom, heißt Kaiser Wilhelm II. Brunnen. Er steht vor der Blauen Moschee und wird auch "Deutscher Brunnen" genannt. In Deutschland, vom Architekten M. Spita, errichtet, wurde er in einzelne Teile nach Istanbul verschickt und an seinem heutigen Standort aufgebaut. Zwei weitere deutsche und ein italienischer Architekt waren hinzu am Bau beteiligt. Die damalige deutsche Reichsregierung hat den Auftrag zum Bau erteilt.

Die achteckige Kuppel über dem Brunnen ist im neobyzantinischen Stil erbaut und wird von acht Marmorsäulen getragen. Mit goldenen Mosaiken ist das innere der Kuppel versehen. Dieses Mosaik ist eines der bekanntesten Werke Mosaikgestalters, Kirchenmalers und "Kaiser-Künstlers" Professor August Oetkens. Das äußere der Kuppel ist mit Kupfer versehen. Er steht auf einem Podest, an dessen südwestlichen Seite acht Stufen hinauf führen. An den anderen sieben Seiten befinden sich ein aus Messing versehener Wasserspender.
Eine Bronzetafel, welche an den Besuch des Kaisers erinnert, ist am Kaiser Wilhelm II. Brunnen, angebracht. Die Inschrift der Tafel lautet: "Wilhelm II deutsche Kaiser, stiftete diesen Brunnen in dankbarer Erinnerung an seinen Besuch bei seiner Majestät dem Kaiser der Osmanen Abdul Hamid 2 im Herbst des Jahres 1898". Ebenso berichtet eine osmanische Inschrift, welche in acht Versen geschrieben ist, über den Bau des Brunnens und den Besuch des Kaisers. Für das Volk galt das Geschenk des Brunnens als verdienstvolle Wohltat und sollte den Ruhm des Wohltäters sichern und ehren. Der Brunnen ist eine sehr beliebte Sehenswürdigkeit für viele Touristen und einheimische Bewohner