Hagia Sophia

Im 4. Jahrhundert n. Chr. Wurde die Hagia Sophia in Istanbul erbaut. Sie wird auch Sophienkirche genannt, war früher eine Moschee und ist heute ein Museum.

Sie war religiöser Mittelpunkt der Orthodoxie und war die Hauptkirche des byzantinischen Reiches. Die Kirche ist Beispiel einer byzantinischen Architektur, in welcher die Kuppel zum prägenden Element wurde, und ist das letzte bedeutende Bauwerk der römischen Spätantike. In früheren Zeiten nannte man die Hagia Sophia einfach nur "Große Kirche". Der Bau der ersten Kirche begann 325, unter Kaiser Konstantin I. , und brannte 404 bei einem Aufstand der Anhänger des Patriarchen von Konstantinopel nieder. Am gleichen Ort wurde die Kirche von Theodosius II. wieder aufgebaut und brannte während des Nika-Aufstandes ernut nieder, wurde aber kurz darauf wieder aufgebaut. Einige Fundamente des Baus aus dem 5. Jahrhundert und des Glockenturms aus dem Lateinischen Reich sind heute noch vor dem Eingang zu sehen.

Ein Rechteck von 70 x 75 Meter bildet die Grundfläche der Hagia Sophia. Sie verfügte über zwei Vorhallen, in welchen noch Mosaiken aus Justinians Zeiten. Durch die rund 56 Meter hohe und 31 Meter durchmessende Kuppel wird das Hauptschiff, dessen Grundfläche 7.570 m² misst, dominiert. Im Westen und Osten befinden sich kleine Kuppeln und weitere muschelförmige Kuppeln. Reste der Mosaizierung sind auf den Emporen zu finden. Die Emporen bestehen aus vielen Mosaiken, von denen das prachtvollste, welches zwar fast zerstört ist, Andachtsbild aus dem 14. Jahrhundert zu sehen ist und Jesus mit Maria und Johannes dem Täufer zeigt. Vier Minaretten hat die Hagia Sophia und im Hof kann man zahlreiche archäologische Funde sehen. Hierzu gehören beispielsweise ein Moscheenbrunnen und fünf Herrschergräber. In der christlichen und islamischen Kunst findet man Kopien des Bauschemas der Hagia Sophia, denn sie ist Modell für spätere religiöse Bauwerke geworden.