Eyüp Moschee

Die heiligste Pilgerstätte in ganz Istanbul, ist die Eyüp Moschee.

1458 wurde die Moschee in Gedenken und zur Wiederauffindung des Grabes vom Fahnenträger, unter Mehmet II. erbaut. Unter Murat III. wurde sie umgebaut und 1800 ließ Selim III. diese völlig neu errichten. Im herrlichen Vorhof der Eyüp Moschee, befindet sich ein Reinigungsbrunnen. Der Grundriss der Moschee ist einem Rechteck gleich und eine Kuppel befindet sich über einem Tambour. Die Grabstätte des Fahnenträgers, Eyüp Ensari, liegt gegenüber dem Haupteingang der Moschee. Dieser achteckige Bau ist durch einen Vorraum an drei Seiten eingeschlossen. An den Innen- und Außenwänden befinden sich Fliesen der Iznik-Keramikkunst. Unter einem großen, leicht erhöhten Holzsarkophag soll der Fahnenträger in der Mitte des oktagonalen Baus begraben sein.
Dieser Sarkophag ist mit einem silberbestickten Samttuch überzogen und ein Silbergitter, welches reich verziert ist, umschließt diesen. Ebenfalls werden hier zwei Fahnen des Propheten aufbewahrt. Heutzutage dürfen auch nicht muslimische das Grab besichtigen, Frauen allerdings dürfen nur mit einer Kopfbedeckung hinein. In der Eyüp Moschee kann man Menschen beim beten vor dem Wunschfenster sehen. Sie flehen um Lösungen für ihre Probleme und wünschen sich verschiedene Sachen. Damit ein Wunsch auch in Erfüllung geht, ist es Gesetzt, dass man ein Opfer bringt, beispielsweise einen Hammel oder einen Hahn opfert, und das Fleisch an die Armen verteilt. Hierfür wurde eine Opferstelle in der Nähe der Moschee errichtet. Ein malerischer Friedhof mit interessanten Gräbern befindet sich rund um die Moschee. Für sunnitisch-türkische Moslems steht diese Pilgerstätte, im Rang hinter den Stätten in Mekka, Medina und Jerusalem.