Chora-Kirche

Die Chora-Kirche ist eine byzantinische Kirche, welche im Istanbuler Stadtteil Edirnekapi gelegen ist. Im Stil der palaiologischen Renaissance zählen die Mosaiken und Fresken zu den bedeutendsten und aufwändigsten Sakralzyklen weltweit. Im frühen 16. Jahrhundert wurde die Kirche von den Osmanen in eine Moschee umgewandelt, nach 1948 wurde sie restauriert und in ein Museum umgewandelt. Auf der rechten Seite der Kirche ist eine Seitenkapelle und auf der linken Seite befindet sich eine zweistöckige Galerie. Eine ruhende Kuppel, welche in ihrer heutigen Form von den Osmanen erbaut wurde, befindet sich über dem Mittelschiff. Qualitativ und ihrer Anzahl nach, sind die Mosaiken und Fresken die bedeutendsten erhaltenen byzantinischen Bildwerke. Einer Strengen ikonographischen Ordnung folgen in der Kirche die Mosaiken. Betritt man die Chora-Kirche, fällt der Blick, über dem Portal zum inneren Narthex, auf ein Abbild von Christus Pantokrator, hinzukommen über dem Haupteingang, erscheint die Mutter Gottes. Das Gesamtbild des Kirchenschiffs wird durch das Mosaik der sterbenden Jungfrau abgerundet.

In der südlichen Seitenkapelle waren die qualitätsvollen Fresken der letzte Auftrag des Kanzlers und datieren aus den Jahren 1320 und 1321. Die Bilderfolge ist kennzeichnend für die Darstellung in Grabkapellen. Hier befinden sich Themen der Wiederauferstehung und die Gemälde oberhalb des Sims, stellen Christus als Weltenrichter dar. Sarkophage standen einst dort, wo heute vier Gräber in der Kapelle in tiefen Nischen liegen. Hierüber kann man noch Spuren der einstiegen Mosaiken und Fresken erkennen. Das Grab, am nördlichen Ende der Kapelle, wird von einer aufwändig gemeißelten und verzierten Archivolte geziert. Es soll sich um das Grab des Stifters der Kirche, Theodoros Metochites, er war unteranderem hoher Regierungsbeamter, Diplomat und Historiker, handeln, jedoch ist hier keine Namensinschrift zu erkennen.