Bosporus Brücke

Die älteste von zwei Brücken in Istanbul, ist die Bosporus Brücke. Sie überspannt den Bosporus und verbindet somit den europäischen mit dem asiatischen Teil der Stadt.

1973, nach dem 50. Jahrestag der türkischen Republik, wurde sie eröffnet und verbindet die Städte Besiktas und Üskündar miteinander. Die Brücke wurde konstruiert als Hängebrücke und überspannt besitzt diese eine Länge von Ufer zu Ufer von 1.510 Meter.
64 Meter beträgt der Abstand zwischen Meeresspiegel und Fahrbahnträger, sodass auch Kreuzfahrtschiffe und andere große Schiffe wie beispielsweise Flugzeugträger, durchfahren können. 105 Meter überragen die beiden Pylonenpaare, welche früher die Personen an den Fahrbahnhöhen befördert haben.. Beschlossen wurde der Bau der Brücke, unter Ministerpräsident Adnan Menderes, 1957 und 1968 begann die Planung des Baus welcher 1970 dann letztendlich begonnen wurde.

Die deutsche Hochtief AG, eine englische, eine japanische und eine türkische Baufirma waren an dem Bau beteiligt. Die Fahrbahn verfügt über sechs Spuren, zwei Notbuchten und einen Fußgängerweg, wobei die Fahrtrichtung der Hauptspur nicht festgelegt ist, sondern je nach Tageszeit und Verkehrsfluss angepasst wird. Um den Berufsverkehr von Asien nach Europa bewältigen zu können, führen morgens vier Spuren von Ost nach West und abends vier von West nach Ost. Auf Grund vieler Selbsttötungssprüngen, bis heute sind es etwa 100 Tote, ist die Brücke heutzutage für Fußgänger gesperrt. Die Bosporus Brücke ist Mautpflichtig und seit 2004 ist eine Zahlung nur noch per Mautkarte oder Funkempfänger möglich.

1999 konnte man die Maut über Funk abbuchen lassen. Die erstmilliardste Überquerung wurde 1997 gezählt und heute überqueren rund 180.000 Fahrzeuge die Brücke. Sie gehört seit 1979 zur Route des Istanbul Marathon, welche von Üsküdar nach Beyoglu führt.